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Seite: www.dg-sv.de
Gold für Albrecht/Fleckenstein!
Eine Stunde nach Herren, mussten die Damen zum Finale gegen Spanien antreten. Fleckenstein ging zuerst auf den Court, ihre allgemeine Verfassung war nicht für den Sieg gedacht. Eine lange Turnierwoche mit ungewohnter Hitze auf dem Hartcourt hatte ihr viel abverlangt, sie sollte zwar ihr Bestes geben, aber ihre Kräfte vor allem für das Doppel schonen. Und anders als bei den Franzosen gegen die deutschen Herren ging diese Rechnung auf.
Raquel Villamandos Lorenzo zeigte sich von Anfang an kämpferisch, sie konnte sich mit 3:1 schnell in Führung bringen, zwar holte Fleckenstein zum 3:3 auf, doch danach kam der Einbruch und sie musste den Satz mit 3:6 an ihre Widersacherin abgeben. Der 2. Satz brachte dann trotz 1:0 Führung durch Fleckenstein keine Höhepunkte mehr, die Erschöpfung war deutlich, der 1. Punkt in diesem Match ging klar an Spanien. Trainer Vonthein ist durchaus zufrieden mit Verenas Turnierleistung: "Man darf nicht vergessen, dass wir nur zwei Spielerinnen haben, d. h. unsere beiden Damen mussten durch spielen. Jetzt muss Albrecht den Punkt holen und im Doppel werden wir das Match für uns entscheiden!" Fleckenstein kommentiert ihr Spiel so: " Sicherlich wäre mir der Sieg lieber gewesen, doch meine gleichwertige Gegnerin hat mich bei meiner nicht optimalen körperlichen Verfassung taktisch ausgespielt."
Mit dem Druck im Nacken, den Punkt für Deutschland zu holen zu müssen, ging Albrecht nervös ins Spiel gegen ihre gleichwertige Gegnerin. Das schöne und eindrucksvolle Spiel gestaltete sich bis zum 4:4 sehr ausgeglichen und auf hohem Niveau. Es gab lange Ballwechsel, beide Spielerinnen spielten mit großem Druck auf einander. Dann wendet sich das Blatt, Albrecht hat sich vollständig im Griff, ihre Aufschläge gelingen und sie entscheidet in zwei schnellen Spielen den 1. Satz mit 6:4 für sich. Im 2. Satz steigt sie sofort mit demselben Druck auf die Gegnerin ein, mit konzentriertem Aufschlag und verlässlichem Return holt sie die ersten vier Spiele nach Hause. Jetzt ist es Beatriz Villamandos Lorenz, die aufwacht und zum 4:4 aufholt. Mit dem drohenden 3. Satz vor Augen, gibt Albrecht noch einmal alles, sie setzt die Gegnerin mit 1A Passierbällen matt und holt mit den beiden letzten Spielen und 6:4, 6.4 den Punkt für Deutschland.
Albrecht zum Spiel: " Es war spannendes und ausgeglichenes Spiel und ich habe heute einen guten Tag erwischt". Anders der begeisterte Trainer Vonthein:" Heute saß bei Albrecht alles. Aufschlag, Return, Passierbälle - genauso wie ich es von ihr erwartet habe."
Jetzt war noch das entscheidende Doppel zu gewinnen. Die Traineranweisung war klar: viel Bewegung, immer wieder Taktikabsprachen, mit Mut am Netz angreifen, Konzentration bei Aufschlag und Return. Die Uhr zeigte inzwischen 13:45, die Sonne kannte keine Gnade. Mit Hochachtung vor den laufstarken Gegnerinnen aus Spanien gingen die beiden Deutschen auf den Court. Die gute Chemie unter den spanischen Schwestern führt schnell zu einer 3:0 Führung, Albrecht/Fleckenstein geben das Spiel jedoch nicht verloren und holen zum 2:5 auf. Mit scheinbar neu aufgeladenem Akku gewinnen sie drei sensationelle Spiele hintereinander, spielen ihr bestes Doppel in diesem Turnier. Spanien gleicht zwar zum 6:6 aus, um dann im Tie-Break mit 7:2 doch noch zu unterliegen. Auch im 2. Satz bleibt es bis zum 2:1 eng für das deutsche Doppel, die endgültige Wende kommt mit dem Verlust des Aufschlagspiels von Beatriz V.-L. zum 3:1, danach erspielen sich Albrecht/Fleckenstein mit sauberem Kreuz - und Netzspiel Punkt um Punkt und werden mit einem überlegenen Ergebnis von 6:1 im 2. Satz Weltmeisterinnen. "Nach dem 2-5 Rückstand im 1. Satz wurden beide richtig wach, sie haben phantastisch zusammen gespielt. Alles stimmte: Aufschläge klappten, Returns kamen und Volleys saßen. Sie haben mit viel Power gespielt, man kann sagen, sie haben ein Traum-Doppel gezeigt", ist der enthusiastische Kommentar von Trainer Vonthein.




SPORT

Bayern-Tennis  5.09

Chiemgauer Wintercup 

Viel Spannung auch im zweiten Turnier. Bei den Damen kam es dort schon im Semi zum vorgezogenen Finale zwischen der an eins gesetzten Izabella Zgierska und der ungesetzten Heike Albrecht ( TC Grün Weiß Aachen ), die seit Jahren bei Beppo Pöttinger in Ruhpolding trainiert und somit Lokalmatador-Status genoss. Es war ihr 18, Geburtstag, den sie sich mit dem Sieg gegen die topgesetzte Zgierska versüßte. Vor allem mit ihren einhändigen Weltklasse-Rückhandschlägen setzte sie Zgierska immer wieder unter Druck und zog nach einem 2:4-Rückstand mit 6:4, 6:2 ins Finale ein. Im Finale bezwang Heike Albrecht dann die an zwei gesetzte S. Weymar mit 6:3, 3:6, 3:10

Heike Albrecht
...Tennis ist ihre Passion schon seit mehr als einem Jahrzehnt.
Seit sie denken kann, spielt sie fröhlich und forsch
drauflos – gegen alle Zweifler und Bedenkenträger. Bereits
mit fünf Jahren hatte sie das erste Mal den Schläger in der
Hand, war dann mit sieben Jahren zum Training angemeldet.
Die Hörminderung hat sie dabei nur anfangs gestört.
„Heute“, sagt Heike Albrecht, „empfinde ich das nicht
mehr als schlimm.“....
(aus dem Hear the World Magazin Ausgabe 4)

Tennismagazin 9/07
Zum neuen Idol für die Gehörlosen Tennisspieler in Deutschland, die in 18 Vereinen organisiert sind, entpuppte sich beim Dresse & Maere Tennis-Cup in München Heike Albrecht. Die 16 jährige Schülerin gilt als großes Talent und führte die Deutschen Damen bis ins Finale, das gegen Taiwan 1-2 verloren wurde.......      Tim Bösseler

 Tennis: Sport im TVM  9/07

 Heike Albrecht aus Düren-Niederzier hat mit der deutschenMannschaft bei der Weltmeisterschaft der Gehörlosen in München die Silbermedaille gewonnen. Im Finale besiegte Taiwan das deutsche Team mit 2:1 Heike Albrecht war im deutschen Team an Nr. 1 gesetzt. Die 16 Jahre alte Spielerin von Grün-Weiß Aachen ist seit einigen Jahren die Nr. 1 bei den gehörlosen Frauen . In der Weltrangliste belegt sie derzeit Rang 2. In den letzten drei Jahren gewann sie in der Frauenkonkurrenz den deutschen Meistertitel im einzel, doppel und Mixed. Bereits als 13-jährige nahm  sie an der Gehörlosen-Olympiade in Melbourne teil. Für ihren Erfolg wurde sie u.a. mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Heike Albrecht ist seit ihrer Geburt nahezu gehörlos. Erst ab 110 Dezibel, das entspricht der Lautstärke einer Disko. kann sie Töne wahrnehmen. Mit sieben Jahren hat sie beim TC Inden mit dem Tennisspielen begonnen. Trotz ihres Handycaps gehört die Schülerin der Gesamtschule Düren zu den talentiertesten Nachwuchsspielerinnen des TVM und DTB. In der Frauen-Rangliste des DTB verbesserte sie sich zuletzt auf Rang 346                                                                                    M.Thoma

 Geilenkirchener-Zeitung  07/2006

 Heike Albrecht holt den U21 Titel: Bei den U21 Damen hatte es Rot-weiß Spielerin Eva Lieben bis in 1/2 Finale geschafft. Heir musste sie sich mit 6:7 und 3:6 der spielstarken Heike Albrecht von Grün-Weiß Aachen geschlagen geben. Aber auch ein dritter Platz ist bei dieser Konkurrenz ein großer Erfolg. Im Endspiel standen sich mit Heike Albrecht und der zweimaligen Turniersiegerin D.Fütings zwei gleichstarke Spielerinnen gegenüber. Die Zuschauer bekammen in dem einzigen finalen Dreisatz-Match tolle Ballwechsel zu sehen, aber im dritten Satz ließ die Kondition von D.Fütings nach, sodass Heike Albrecht nach einem 4:6,6:3 und 6:0 den Titel holte.                                                                                  Georg Schmitz

 

 

 

 

 

 

 

 






 

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